Samstag, 23. Februar 2013

Das Ende der Welt

Ushuaia
Als das Ende der Welt (spanisch Fin del Mundo) wird Feuerland von den Einheimischen bezeichnet. Auch wenn das sicherlich eher den Gehirnwindungen eines Mitarbeiters einer Tourismus-Marketing-Agentur entsprungen sein dürfte, passt die Bezeichnung ganz gut. Immerhin gibt es südlich von Feuerland nur noch die Antarktis.


Ushuaia



Das Ende der Welt hat sein Zentrum in der kleinen Hafenstadt Ushuaia. Dabei handelt es sich NICHT – wie oft irrtümlich behauptet wird – um die südlichste Stadt der Welt, sondern nur um die zweitsüdlichste. Die südlichste ist die chilenische Stadt Puerto Williams. Mit dieser hat man sich lange herum gestritten, wer denn nun südlicher ist und man hat sich letztlich auf Puerto Williams geeinigt. Ushuaia ist aber unbestritten das touristische Zentrum Feuerlands. Zwischen wunderschönen Bergen an einer Bucht gelegen kann man hier Ausflüge aufs Meer, zu einem nahe gelegenen Gletscher oder zum Nationalpark Tierra del Fuego planen. Oder man genießt einfach die nette Atmosphäre mit kleinen Restaurants, Bars und Cafés. Auch wenn viele Leute in Ushuaia nur zwei oder drei Nächte bleiben und sozusagen „durch rauschen“, kann man hier einige Zeit verbringen ohne dass einem langweilig wird.



Eine Bootsfahrt, die ist lustig



Gestresste Seelöwen
Wir haben zusammen mit zwei französischen Mädels, die mit im Bus auf der abenteuerlichen Busfahrt nach Ushuaia saßen, eine Bootstour gebucht, um die Bucht und die kleinen Inselchen ein wenig besser kennen zu lernen.

Die Bootstour war sehr lustig und die Natur wirklich atemberaubend. Diese zum Teil schneebedeckten Berge direkt am Meer sind absolut fantastisch. Dazu kommen die vielen Tiere wie Kormorane und Seelöwen, die wir aus nächster Nähe sehen konnten.

Als wir die Tickets im Büro der kleinen Reederei gekauft haben, stellten wir zufällig fest, dass das Mädel, was die Tickets verkauft hat, ebenfalls bei Couchsurfing ist und somit hatten wir spontan zwei Nächte private Unterkunft bekommen. Valeria ist auch mit Mauro befreundet, jenem Gastgeber, den wir in der Nacht der Ankunft nicht mehr besuchen konnten. Also trafen wir uns alle gemeinsam einen Abend zum Essen und hatten viel Spaß. Interessant vor allem deshalb, weil Mauro gerade eine Europatour vorbereitet. Er hat viele hilfreiche Tipps von uns bekommen.

Kormorane


Der Nationalpark



Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Feuerland sind wir noch in den Nationalpark gefahren. Kein ganz billiges Unterfangen, aber es hat sich definitiv gelohnt. Da man im Nationalpark auch übernachten kann (es gibt Hotels und Campingplätze) wird er von vielen für mehrtägige Aufenthalte genutzt. Wegen der schnellen Wetterwechsel, waren wir auf alles vorbereitet und haben uns auf einen vierstündigen Wandertag begeben. Unsere Hosen und Schuhe haben zwar ein wenig unter dem Schlamm gelitten, der durch den anhaltenden Regen der vorherigen Nacht entstanden ist, aber es war ein toller Anblick.



Da man die Schönheit Ushuaias und des Nationalparks nur schwer beschreiben kann, hier ein paar Bilder, die dies verdeutlichen sollen.



Der Leuchtturm am Ende der Welt

Ushuaia von einer Insel aus gesehen.

Die Berge in Ushuaia sind toll!

Der Nationalpark lohnt sich ebenfalls!

Anders als bislang geplant haben wir uns dazu entschieden nicht direkt nach Buenos Aires zu fliegen, sondern ein Stück Chile mitzunehmen und dann weiter nach El Calafate zu  fahren, wo man wohl sehr schöne Wanderwege vorfinden soll. Aber davon beim nächsten mal mehr.